Du bist noch nicht lange im Onlinebusiness unterwegs und deine Aufgaben scheinen noch überschaubar? Du findest, dass Automatisieren ziemlich kompliziert und technisch klingt? Und die Technik ist sogar das, was dich an deinem Business stört?

Trotzdem lohnt es sich auch für Business-Starter, über Automatisierungen nachzudenken. Es hilft dir dabei, direkt nützliche und sinnvolle Prozesse aufzusetzen. So arbeitest du von Beginn an effizient. Es schleichen sich keine Schlampereien ein.

Außerdem kann es gerade am Anfang auch zu Überforderung kommen, da so viele neue Aufgaben auf dich einprasseln. Wer überfordert ist, kann auch mal etwas vergessen. Und das möchte doch niemand.

Deshalb mein Tipp, trau dich an diese drei Automatisierungen für Einsteiger ran.

Termin-Pingpong-Mails gehören damit der Vergangenheit an. Genauso wie das manuelle Anlegen eines Zoomraums.

Dank Verknüpfung der Tools passiert es dir auch nicht, dass du vergisst, den Termin in deinem eigenen Kalender zu blocken und du Termine verballerst.

Wie kannst du dir das einrichten?

Das bekannteste Tool dafür ist wohl Calendly. Als Alternativen gibt es auch noch TuCalendi und mit Microsoft 365 gibt es auch die Möglichkeit, Terminbuchungen einzurichten.

Bei Calendly kannst du dir ganz einfach einen Account einrichten. Diesen verknüpfst du dann mit deinem Kalender und deinem Videokonferenztool (meistens Zoom). Im kostenlosen Plan kannst du eine Terminart einrichten. Die meisten nutzen das für Kennenlerngespräche.

Für diese Terminart kannst du nun noch Regeln festlegen: wann kann der Termin stattfinden, möchtest du Vor- und Nachbereitungszeit, wie oft kann das gebucht werden, welche Fragen sollen die Buchenden zusätzlich beantworten. Du siehst, da hast du schon ziemlich viele Möglichkeiten, die Buchung nach deinen Wünschen zu gestalten.

Eine Beispieleinrichtung könnte sein: Du möchtest Gespräche nur von Dienstag bis Donnerstag, nur eins pro Tag, in der Zeit zwischen 10 und 14 Uhr. Als Abstand zu anderen Terminen im Kalender sollen jeweils 15 Minuten als Puffer eingeplant werden. Außerdem sollen die Kunden dir mitteilen, was sie benötigen und wie sie auf dich aufmerksam geworden sind.

Sobald dann eine Buchung eingeht erhält der Kunde direkt eine Einladungsmail inklusive Zoom-Link. Du selbst erhältst auch eine Mail mit allen Informationen und der Termin wird automatisch in deinem Kalender geblockt. Er ist dann nicht für weitere Termine buchbar.

Automatisiertes Posten bei Social Media

Die Erstellung von Social Media Beiträgen kann sehr viel Zeit in Anspruch nehmen. Gerade wenn man noch keine Routinen darin hat, rennt man der Erstellung quasi hinterher.

Oje, heute sollte ein Posting rausgehen. Dann also schnell bei Canva eine Grafik erstellt, den Text ins Handy getippt und abgeschickt. Die Qualität der Beiträge kann da stark drunter leiden.

Deshalb ist es besser, sich einen gewissen Plan über seine Beiträge zurecht zu legen, um nicht den Erstellungssprint hinlegen zu müssen.

Dank Planungstools, wie z.B. die Meta-eigene Meta Business Suite, kann man Beiträge und Storys im Vorfeld erstellen und einplanen. Das heißt, der Zeitpunkt der Veröffentlichung wird vorher bestimmt.

Das hat den Vorteil, dass man zeitlich flexibler wird und nicht unbedingt zum Veröffentlichungszeitpunkt tatsächlich aktiv sein muss.

Und wenn du jetzt sogar so gut wirst, dass du mehrere Beiträge gleichzeitig erstellst, dann nennt man das Badgen.

Badgen bedeutet, dass du Aufgaben bündelst, z.B. du erstellst vier Canva-Grafiken hintereinander. Du hast das Tool also schon geöffnet, hast alle Voreinstellungen vorgenommen und bist im Kopf voll im Thema. Genauso beim Texten der Posts.

Durch die Konzentration auf eine Sache, wirst du einfach schneller in der Erstellung. Kombinierst du das mit der automatischen Veröffentlichung, kannst du dir sogar als Ziel setzen, einmal monatlich alle Beiträge für den Monat fertig zu stellen und hast dann Ruhe. (Das ist natürlich kein Muss, jeder darf da eigene Routinen entwickeln.)

Automatisierte Willkommenssequenz für Newsletterabonent*innen

Kommen wir zu einem etwas komplexeren Thema: E-Mail-Marketing.

Hä, ich hab doch gesagt, dass das hier für Businessstarter ist!? Ja genau, denn ich finde, auch als Starter darf man sich an Newsletter und E-Mail-Marketing herantrauen. Du erreichst damit vielleicht am Anfang noch nicht so viele Menschen, aber du bekommst viel Übung und die brauchst du dann, wenn die Community schon groß ist.

Übrigens hört man jetzt auch von vielen „Größen“ in der Onlinebranche den schönen Spruch „Das Geld liegt in der Liste“ und auf die Frage was sie anders gemacht hätten, kommt die Antwort „Ich hätte früher mit E-Mail-Marketing angefangen.“ Denn es hat wahnsinnig viel Potenzial und ist dafür relativ kostengünstig.

Wie oft du dabei einen Newsletter schreibst, finde ich gar nicht so entscheidend. Wichtig ist, dass du eine Willkommenssequenz hast. Die hat ein mega Potenzial für die Kundenbindung.

Wieso? In der Willkommenssequenz begrüßt und feierst du deine neuen Abonnent*innen und zwar mit Mails, die sehr zeitnah kommen. Egal, wann dein Newsletter losgeschickt wird, die Willkommenssequenz bekommen sie kurz nach der Anmeldung. Also bevor sie dich schon wieder vergessen haben. 😉

Dadurch kannst du Vertrauen aufbauen, die Leute aufwärmen und auch schon ein bisschen aussieben. Jemand mag deine Art des Schreibens nicht? Ok, dann darf er sich abmelden und muss nicht monatelang in deinen Kontakten rumdümpeln.

Aber eine andere Person feiert das dafür total und freut sich schon auf deine nächste Mail. So soll es sein. Diese Personen sollen in deiner Liste bleiben!

Du kannst die Leute auch zu deinen weiteren Kanälen (Blog, Instagram, Facebook, Linkedin, Youtube, Podcast,…) leiten oder sie auch zu einem Gespräch einladen (per Mail oder auch direkt in Zoom). Das Anbieten eines Miniprodukts wäre jetzt schon fortgeschrittener, deshalb gehe ich hier nicht weiter drauf ein.

Wie kommst du nun zu so einer Willkommenssequenz?

Du brauchst ein E-Mail-Marketing-Tool, das dir Automationen anbietet. Auf dem Markt gibt es viele und sie erfüllen unterschiedliche Bedürfnisse. Schau sie dir in Ruhe an, aber achte unbedingt darauf, dass sie in dem Plan, den du auch buchen möchtest, Automationen anbieten!

In diesem Tool erstellst du ein Anmeldeformular. Du kennst es sicher: Man gibt seine Mailadresse, vielleicht auch noch den Vornamen an und klickt auf Anmelden.

Genau diese Anmeldung löst im Hintergrund nun einige Prozesse aus um die du dich aber nur einmalig bei der Einrichtung kümmern musst. Ich will es hier nicht super kompliziert machen, deshalb gibt es nur eine Kurzversion. Wenn du mehr Infos dazu möchtest, schreib mich unbedingt an oder buch dir direkt ein Kennenlerngespräch.

Auf jeden Fall wird durch diese Anmeldung automatisch angestoßen, dass eine Mail verschickt wird und nach einer festgelegten Zeit, z.B. 1 Tag, noch eine und so weiter. Üblicherweise werden so drei bis fünf E-Mails verschickt, die du direkt für die Kundenbindung nutzen kannst.

Stell dir vor, das müsstest du manuell machen? Innerhalb des ersten Monats melden sich vielleicht 20 Leute an und bei denen musst du nun jeweils dran denken, wer wann welche Mail bekommen soll. Also ich würde das nicht machen wollen 😁

Meine persönlichen Favoriten beim E-Mail-Marketing sind übrigens ActiveCampaign* und Sendinblue. Schau dir die beiden gerne an.

Abschluss

Was sagst du zu meinen drei Starter-Automationen? Ich finde sie wirklich super sinnvoll und eigentlich auch für alle im Online-Business passend.

Diese drei Beispiele sind jeweils mit einem Tool zu lösen.

Darüber hinaus kann man noch so viel mehr automatisieren. Wie wäre es mit Belegupload zu deinem Buchhaltungstool? Oder Videoaufzeichnungen verteilen? Dank Automatisierungstools wie Zapier hat man wirklich sehr viele Möglichkeiten. Diese Tools verknüpfen zwei andere miteinander, sodass diese miteinander „reden“ können.

Du willst mehr darüber wissen? Du hast vielleicht sogar schon eine Idee, welche Aufgabe du nicht mehr erledigen möchtest, aber du weißt nicht, wie das geht?

Schreib mir eine Nachricht oder buch dir direkt ein Kennenlerngespräch. Gemeinsam schauen wir uns dein Business an.

Virtuelle Assistentin für Technik